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Info über Artenschutz

Ministerium für Umwelt,
Naturschutz und Landwirtschaft
des Landes Schleswig-Holstein


4. Februar 2005


Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann:
Jagd- und Artenschutzbericht 2004 erschienen


Auf rund hundert Seiten beschreiben Schleswig-Holsteins Jagd- und Artenschutzexperten die Lebenssituation und Jagdstrecken ausgewählter Arten. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Klaus Müller präsentierte heute (4. Februar) den Jagd- und Artenschutzbericht 2004. Er bilanziert, was in ausgewählten Artenschutz- und Lebensraumprojekten erreicht wurde und wie sich Jagdstrecken sowie die naturnahe Jagd entwickelt haben.

Zum achten Mal haben ehren- und hauptamtlich Engagierte aus der Jägerschaft und von Naturschutzverbänden den Jagd- und Artenschutzbericht Schleswig-Holstein verfasst. Müller bedankte sich dafür bei allen Akteuren: "Die Bilanz einzelner Artenschutzprojekte kann sich sehen lassen. Die Anzahl der Seeadler-Brutpaare hat sich mehr als verdoppelt und die der Kraniche sogar verdreifacht. Der Schwarzstorch und einige Greifvogelarten kehren in unsere Wälder zurück. Und der Vogel des Jahres 2004, der Uhu, ist mittlerweile fast überall in Schleswig-Holstein zu beobachten." Dem Fledermausschutz attestierte Müller ebenfalls Erfolge. Dank zahlreicher Aktionen blieben die Bestände der heimischen Fledermausarten stabil. Novum des Berichtes: Erstmalig erfassten Jägerschaft und Artenschutz den Rebhuhnbestand gemeinsam und zählten deutlich mehr Rebhühner, als bisher geschätzt wurden. "Wir werden ab 2005 im Rahmen der Agrarreform auf stillgelegten Acker- und Grünlandflächen die Lebensbedingungen dieser Art weiter verbessern", kündigte der Minister an.

Schleswig-Holstein bietet vor allem Dam-, Schwarz- und Rehwild ideale Lebensbedingungen. Die Bestände dieser Schalenwildarten haben enorm zugenommen. Das Jagdjahr 2003/2004 brachte für Schwarz-, Dam- und Rehwild Höchststrecken. In bestimmten Regionen sind dennoch vor allem die Damwildbestände viel zu groß. Hier sei die Jägerschaft gefordert, einzugreifen. Das Wild finde hierzulande gute Lebensbedingungen, deshalb sei angesichts der milden Winter Wildfüttern nicht nötig. Damit es nicht zu unzulässigen Fütterungen komme, habe man mit dem Landesjagdverband eine Regelung zum Kirren vereinbart.

Der Jahresbericht 2004 - Jagd und Artenschutz Schleswig-Holstein kann im Umwelt- und Landwirtschaftsministerium telefonisch 0431/988-7267 oder per E-mail broschuere@munl.landsh.de <mailto:broschuere@umin.landsh.de > kostenlos angefordert werden.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Michael Rittmeier, Claudia Viße | Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 und -7204 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle.munl@munl.landsh.de | Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de