Der AGNJ-Blog DER VEREIN JAGD HEUTE GESETZE UND VERORDNUNGEN DOWNLOAD-BEREICH ÖJV Links zu Naturschutzverbänden u.s.w. Archiv 2009 Archiv 2008 Archiv 2007 und früher IMPRESSUM
Startseite Archiv 2007 und früher Archiv Jagd AGNJ-SH will sich verstärkt dem Rotwild widmen

Archiv 2007 und früher


Archiv Jagd Archiv allgemeines

Achtung Wildwechsel – Unfallgefahr! Kormorane im Visier Mehr „Dampf“ auf Damwild! Wildbret mit Genuss Der Schrotschuss Verwerten von Wildbret Jagdzeiten VO in SH Jagdscheinprüfungsordnung Wild- und Grünbrücken erwünscht Der Winterfuchs AGNJ-SH will sich verstärkt dem Rotwild widmen Umgang mit tierischen Abfällen



AGNJ-SH will sich verstärkt dem Rotwild widmen

Das Rotwild ist das größte freilebende terrestrische Wildtier in Schleswig-Holstein. Der Schwerpunkt seines relativ kleinen und inselartigen strukturierten Verbreitungsgebietes liegt im waldreicheren Südosten des Landes.
Die Population ist klein. Das Ausmaß der Gefährdung der genetischen Stabilität ist unbekannt. Es liegen jedoch bereits Indizien für eine genetische Verarmung vor. Der langfristige Fortbestand einer vitalen Population ist nicht gesichert.

Eine wildökologische Raumplanung, die auch die Schaffung von Verbindungskorridoren zwischen den Teilbeständen und eine Ausdehnung des Verbreitungsgebietes prüft, mit besonderer Berücksichtigung der Wiederbesiedlung ehemaliger Einstandsgebiete im Norden des Landes, erscheint dringend erforderlich. (Im deutsch-dänischen Grenzgebiet hat sich in den letzten Jahren ein kleiner Rotwildbestand etabliert. Seit Dezember 2004 gibt es dort die Rotwildhegegemeinschaft Froslev-Jardelunder Moor und Umgebung . Alle Planungen und Maßnahmen sollen dort in enger Abstimmung mit der dänischen Forstverwaltung, der dänischen Naturschutzverwaltung und den angrenzenden Grundeigentümern erfolgen.)

Rotwild ist ursprünglich kein reiner Waldbewohner. In Zukunft sollen ihm mehr Möglichkeiten geschaffen werden, Lebensräume auch außerhalb geschlossener größerer Waldkomplexe zu besiedeln.
Ein langfristig vitaler Bestand, der auch eine höhere genetische Stabilität durch Austausch mit Nachbarpoulationen gewährleistet, ist in einem vergrößerten und zunehmend vernetzten Verbreitungsgebiet anzustreben.

Aber auch die Störfaktoren bei der Vernetzung möglicher Lebensräume müssen beachtet werden. Derzeit werden weitere Autobahntrassen durch Schleswig-Holstein geschlagen. Die wirtschaftlich erforderliche Verbindungen von Ost- und Nordsee zum Beispiel zerschneidet das Hochwildgebiet Segeberger Heide. Das Ergebnis der initiierten wildbiologischen Begleituntersuchungen bleibt abzuwarten.
Wildbrücken stoßen auf Widerstand, der Bund der Steuerzahler z.B. bezweifelt ihre Notwendigkeit. Aufklärung tut Not.

Helmut Neu