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Verwerten von Wildbret

Bild: sp

Küchenfertiges Zerwirken eines Rehes



Wildbret - aus dem Reformhaus der Natur auf den Tisch des Verbrauchers.

von Helmut Neu (hn)

Jagd ist aber kein Gesellschaftsspiel, Jagd ist Handwerk, und Handwerk bedarf der Vermittlung handwerklicher Fertigkeiten.

Aus diesem Grunde hatte die Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Jagd Schleswig-Holstein e.V. zu einem
Seminar zu rechtlichen und fachlichen Anforderungen an eine zeitgemäße Gewinnung von Wildbret als Lebensmittel
eingeladen.

Und so trafen sich am 11.November Mitglieder der AGNJ und Gäste in der Försterei Schierenwald in LOCKSTEDT/SH, um sich im Rahmen einer Fort- und Weiterbildung mit dem Thema „Wildbrethygiene“ vertraut zu machen, alte Kenntnisse aufzufrischen und um Neues zu erfahren.

Dipl.ForstIng. und Revierleiter Jörg Hanekopf freute sich, neben dem Vorsitzenden der AGNJ, Eckhard Heisinger, auch Fritz Maurischat als Vertreter der obersten Jagdbehörde des Landes Schleswig-Holstein im Forstrevier Schierenwald begrüßen zu dürfen.

Dr. Kurt Warlies, Leitender Veterinär des Kreises Segeberg, referierte über „Anforderungen an eine zeitgemäße Wildbrethygiene“ und gab erste Hinweise auf Anforderungen und Folgen der 2006 zu erwartenden EG-Vorgaben im Bereich der Fleischhygiene.

AGNJ-Mitglied und Tierarzt Sven Braune führte an einem 2 Stunden zuvor erlegten Alttier vor, wie fach- und sachgerecht aufgebrochen und ausgeweidet wird und wie dabei gesundheitlich bedenklich erscheinende Merkmale erkannt und bewertet werden können.

Peter Beyer, ein Gastronom aus der Region, demonstrierte an einem ausgekühlten Rehkitz das küchenfertige Zerwirken und zeigte den anwesenden Jägern, wie aus einem gemeinen Rehrücken eine „Rehkrone“ zur Zubereitung in anspruchsvoller Küche gezaubert werden kann.

Danach begann das kulturelle Begleitprogramm des Seminars:
Gemeinsames Abendessen mit von der Dame des Hauses excellent zubereitetem Rotwildbraten, dunkelroten „Hirschblut“ und allerlei Sättigungsbeilagen.

Eine ob der methodisch-didaktisch perfekten Präsentation des Themas „Wildbrethygiene“ und der liebevollen Vorbereitung durch die Familie Hanekopf äußerst gelungene Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Jagd Schleswig-Holstein e.V.

Bild: hp

Begutachtung des aufgebrochenen Hirsches (w)