Der AGNJ-Blog
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Donnerstag, 3. März 2011 - 11:22 Uhr
Einladung zum Abendvortrag mit anschließender Jahreshauptversammlung der AGNJ-SH

Einladung zum Abendvortrag mit anschließender Jahreshauptversammlung
der AGNJ-SH
am 16. März 2011 um 18:00 Uhr
im Restaurant Kaisersaal, Bleeck 26, 24576 Bad Bramstedt
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Auftrag des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Jagd Schleswig-Holstein (AGNJ-SH) lade ich Sie recht herzlich ein, am Abendvortrag der AGNJ-SH zum Thema „Tötungswirkung
bleifreier Geschosse“ teilzunehmen.
Im Anschluss an den Vortrag findet die Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft statt. Auch dieser Teil der Veranstaltung ist öffentlich.
Mit freundlichen Grüßen!
Im Auftrag
Helmut Neu
stv. Vorsitzender
Tagesordnung:
18:00 Uhr Begrüßung durch den Vorsitzenden der AGNJ-SH,
Dipl.ForstIng (FH) Eckehard Heisinger
danach Vortrag:
„Tötungswirkung bleifreier Geschosse“
Als Referentin konnte die Tierärztin Frau Anna Trinogga, ehemals
Mitarbeiterin im Institut für Zoo- und Wildtierkunde, Berlin, gewonnen werden,
die auszugsweise über das Ergebnis ihrer Dissertation (Tötungswirkung
bleifreier Geschosse) in einem Referat berichten wird.
19:00 Uhr Pause
19:15 Uhr Ordentliche Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung)
der AGNJ-SH
Montag, 17. Januar 2011 - 17:31 Uhr
AGNJ-SH: Keine staatlichen Prämien für Wildschweinjagd in Maisfeldern

AGNJ-SH: Keine staatlichen Prämien für Wildschweinjagd in Maisfeldern
(Zur Medien-Information vom 5.Januar 2011 aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.)
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat im vergangenen Jahr ein Modellvorhaben „Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft - Probleme und Maßnahmen“ befürwortet und 300 000 € für Untersuchungen auf den Flächen von sechs ausgesuchten Landwirtschaftsbetrieben zur Verfügung gestellt. Man will herausfinden, ob und wie man durch Anlegen von Schuss-Schneisen auf Maisäckern Wildschweine reduziert und Schäden im Mais einschränkt.
Das Kieler Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume wird zukünftig die Anlage von „Bejagungsschneisen in Silomaisflächen“ finanziell fördern. Ziel ist, Wildschweine, die sich in Maiskulturen aufhalten, auf solchen Schießbahnen effektiver zu jagen und ihren Bestand zu reduzieren.
Auch schleswig-holsteinische Jäger praktizieren seit geraumer Zeit in Zusammenarbeit mit Landwirten diese Form der Jagd. Die Wirkung ist gering und wohl gefährlicher für die beteiligten Jäger und Treiber als für die Wildschweine. Jedenfalls ist es bisher nicht gelungen, das rasante Wachstum der Bestände zu bremsen. Trotzdem soll nun diese fragwürdige Form der Jagd sogar mit öffentlichen Mitteln gefördert werden!
Der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Jagd Schleswig-Holstein (AGNJ-SH) ist bekannt, dass sogenannte „Maisjagden“ mittlerweile im Internet zur Versteigerung angeboten werden. Jäger von nah und fern kaufen sich so einen oder mehrere Jagdtage in der Hoffnung, mal richtig zuzulangen. Sie zahlen erhebliche Beiträge an die veranstaltenden Jagdpächter und wohl auch an die Maisbauern. Wird man in Zukunft an diesen anrüchigen Maisjagden „doppelt“ verdienen können?
Den Jägern sind die wachsenden Bestände aus dem Ruder gelaufen, weil sie wenig geneigt sind, im Herbst und Winter effektive Jagd zu betreiben. Seit Jahren wird ihnen von Fachleuten empfohlen, groß angelegte und präzise vorbereitete Jagden über mehrere Reviere hinweg zu veranstalten. Sie bringen erwiesenermaßen reiche Beute, sind aber unter Jägern verpönt, weil man dann mit den anderen teilen muss.
Viele Jäger sitzen lieber auf dem Hochsitz im eigenen Revier, füttern die Wildschweine reichlich Jahr für Jahr nach verschiedenen Hochrechnungen mit ca. 20.000 bis über 100.000 Tonnen Körnermais und anderen Leckereien bis zum Dosenfutter für Hunde. Die so gemästeten Wildschweine werden dann ungemein reproduktionsfreudig.
Wildschweine nehmen nicht überhand, weil sie im Mais schwer bejagbar sind, sondern weil sie in ohnehin schon nahrungsreichen Lebensräumen von Jägern unzureichend bejagt und maßlos gefüttert werden.
Eckehard Heisinger