Grundkenntnisse für den jagdlichen Alltag

  • Waffenkunde: Basiswissen zur Funktion und Handhabung üblicher Jagdwaffen und dazugehöriger Munition.
  • Rechtskunde: Kenntnis der für die Praxis tatsächlich bedeutsamen Rechtsvorschriften vorwiegend aus Bundes- und Landesrecht.
  • Einheimische Tier- und Pflanzenarten: Kenntnisse der Lebensweise jagdbarer Tierarten, soweit sie für Jagd und Schutz von Bedeutung sind. Sichere Kenntnisse in der Bestimmung der jagdbaren Arten, ihrer Geschlechter und Altersklassen. Kenntnisse einiger häufiger sowie seltener Tierarten (Vögel, Kleinsäuger, Amphibien, Insekten) und Pflanzen (Bäume, Sträucher, Gräser, landwirtschaftliche Kulturpflanzen).
  • Bestandsschätzung: Einsatzmöglichkeiten und kritische Bewertung verschiedener Methoden zur Bestandesschätzung beim Wild.
  • Jagdtechniken: Kenntnisse der wichtigsten Jagdmethoden und der Organisation von Gemeinschaftsjagden. Verhalten nach dem Schuss. Kenntnisse tierschutzgerechter Tötungsverfahren. Bau und Betrieb jagdlicher Einrichtungen einschließlich Unfallverhütungsvorschriften.
  • Einsatz von Hunden: Kenntnis einiger wichtiger Rassen und ihrer Einsatzschwerpunkte. Tierschutzgerechte Haltung, Ausbildung und Führung von Hunden.
  • Wildverwertung: Grundkenntnisse der Wildversorgung nach dem Schuss, Wildzerlegung, Wildbrethygiene, Vermarktung.
  • Tierschutz: Präzisierung des Begriffes „vernünftiger Grund“ (§1 TierSchG) anhand von Fällen aus der Rechtsprechung und an praktischen Beispielen.
  • Naturschutz und Landschaftspflege: Kenntnisse der unterschiedlichen Schutzkategorien und ihrer Konsequenzen für die Jagd. Kenntnisse verschiedener Lebensgemeinschaften (z.B. Wald, Wasser, Hecken, Feuchtgebiete ... ). Einblicke in land- und forstwirtschaftliche Arbeitsmethoden.
  • Brauchtum: Kenntnisse jagdlichen Brauchtums, soweit für eine effektive Jagdausübung sinnvoll bzw. notwendig.
  • Literatur: Vorstellung wichtiger Nachschlagewerke und Bestimmungsliteratur.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Vermittlung von Argumenten und Techniken im Umgang mit Nichtjägern und Medien. Objektive, rücksichtsvolle und selbstkritisch geprüfte Darstellung jagdlichen Tuns.