Der AGNJ-Blog DER VEREIN JAGD HEUTE GESETZE UND VERORDNUNGEN DOWNLOAD-BEREICH ÖJV Links zu Naturschutzverbänden u.s.w. Archiv 2009 Archiv 2008 Archiv 2007 und früher IMPRESSUM
Startseite JAGD HEUTE Jagd auf Niederwild

JAGD HEUTE


Jagd und Gesellschaft Aus- und Fortbildung Nachhaltigkeit Jagd auf Niederwild Jagd auf Raubsäuger Die neuen Arten Fallenjagd Schalenwildmanagement Füttern und kirren Jagdhunde Schießtraining



Nachdenken über die Jagd auf Niederwild

Die Zeiten, in denen allwinterlich, oft unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung, auf großen Niederwildjagden mit bunten Strecken Hunderte von Hasen, Kaninchen, Fasanen, Enten etc. erlegt wurden, liegen schon lange hinter uns.

Mit einigen historisch gewachsenen Tatsachen müssen wir uns abfinden. Gleichwohl dürfen wir nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern sollten an dem Ziel festhalten, gemeinsam mit vielen Naturexperten und -freunden ausgeräumte Landschaften durch Biotopgestaltung neu zu beleben.

Bild: W.A. Bajohr

Tradition und Gewohnheitsbildung

Wir sollten aber auch selbstkritisch prüfen, ob wir unsere angestammten Gewohnheiten, nämlich groß angelegte Treibjagden in der Feldflur, selbst dann noch beibehalten wollen, wenn am Ende nur ein paar armselige Kreaturen auf der Strecke liegen. Angesichts des großen Aufgebotes an Schützen, Treibern, Bläsern und Hunden, eingedenk der vielen "Fehlschüsse" - oftmals unter den Augen der Öffentlichkeit - und der nicht in jedem Fall tödlich getroffenen Tiere, die flüchten konnten und womöglich auch mit guten Hunden nicht gefunden wurden, ist derartiges Tun in Frage zu stellen.


Alternative Sichtweisen

Diese zunächst ketzerisch anmutenden Sichtweisen mögen manche Jäger nicht nachvollziehen können, müssten sie doch vielleicht zu dem Schluss kommen, dass letztlich nur die Konsequenz bliebe, sich von einigen liebgewordenen Gewohnheiten zu verabschieden.
Die Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Jagd würde es entschieden begrüßen, wenn in einem Agrarland wie Schleswig-Holstein endlich zukunftsweisende Zeichen für eine akzeptable Jagd auf Niederwild gesetzt würden. Fest steht: mit einem solchen alternativen Jagdkonzept ist es leichter, Beute zu machen, das Handwerk sauber auszuüben, tierschutzgerecht zu jagen und Freude zu erleben, - und nicht zuletzt dafür in der nicht jagenden Öffentlichkeit Verständnis zu finden.



JAGD AUF RAUBSÄUGER